Segel-Expedition Antarktis

Antarktis Expedition unter Segeln ans Ende der Welt. Segeln und Trecking. Max 8 Teilnehmer. Antarktis erfahrene Crew ab/an P. Williams/Chile.  Buchen Sie hier.

Segelrevier: Polarmeer Süd
Ab/An: Ushuaia (Argentinien)
Ab Tage: 22
Empfohlene Anreise: Ushuaia über Buenos Aires
Besonderes: 1800 Sm. Preis all inclusiv ab Hafen.
Buchungscode: S-SAV-P-Antarktis
Schiff/Typ: Santa Maria Australis
Santa Maria Australis

7.535,00 €

Bordkasse 630 Euro p.P. (p.P. zzgl. Bordkasse)

Person(en)



Erlebnis

Antarktis Expedition in einer unendlichen Gletscher- und Eisberglandschaft mitsegeln

Nachdem wir in einem 4-tägigen Segelerlebnis die Drake-Passage überwunden haben, segeln wir ca. 3 Wochen lang durch das eisige Kunstwerk des Südpolkontinentes. In der faszinierenden und wunderschönen Welt der Eisberge treiben Seehunde auf Eisschollen an uns vorbei, Kormorane picken neugierig an unseren Schlauchbooten, Wale, Pinguine, Albatrosse und Seerobben sind unsere Begleiter auf dem Segeltörn.

Die Antarktis ist der einzige vom Menschen noch weitgehend unberührte Kontinent der Erde. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen und der jahrhundertelangen Isolation ist das natürliche Gleichgewicht von Fauna und Flora labil. Jegliche menschliche Aktivität ist daher kritisch zu betrachten. Zum Schutz der Antarktis wurde 1991 von nahezu allen Nationen ein Vertrag ratifiziert, in dem der Eingriff vom Menschen in diese labile Welt begrenzt wird. Mit Hilfe von internationalen Absprachen wurden 100 Gebiete zu Schutzregionen erklärt (SPA, SPS, SSSI), um deren historischen, wissenschaftlichen oder biologischen Werte zu schützen.

Segeln ist geräuschlos und hinterläßt keine Spuren. Unser Motto wird lauten: "Alles, was Du mit hinein trägst, nimmst Du auch wieder mit hinaus, behandele die Tiere mit Respekt und dem nötigen Abstand."

Wir bieten auf der Expedition Antarktis: das Boot, Fachkenntnis, Erfahrung, Lebenslust, Begeisterung. Von unseren Mitreisenden erwarten wir: Einsatzbereitschaft, Respekt vor der Natur, Enthusiasmus, Mitarbeit und Mitplanung. Denn: Wir wollen gemeinsam diesen extremen Teil der Erde kennen und verstehen lernen

Erleben Sie die einzigartige Faszination der Antarktis auf einer einzigatigen Segelreise solange sie noch erhalten ist.


Schiff

Wir segeln mit der Yacht Sarah W. Vorwerk.

Mit einer Skorpion IV werden wir in der Antarktis kreuzen. Hierbei handelt es sich um eine 16 Meter lange Stahl-Segelyacht, die eine zehnköpfige Crew beherbergen kann. Für unsere 8 Gäste stehen 4 Kabinen zur Verfügung.

 

Bei der Inneneinrichtung hat Gemütlichkeit und Praktikabilität Vorrang. Wenn die Crew während der oft tagelangen Segeltörns auf Ruderwache geht spielt sich das soziale Leben vor allem im Salonbereich ab. Ein Teil der Crew wird sich jeweils seinem wohlverdienten Schlaf widmen. Die geräumigen Doppelkabinen sichern weitgehende Ruhe und einen gewissen Grad an Privatsphäre (genügend Schrankraum, Leselampe etc. pro Koje). Zwei WC's mit Dusche sorgen für das Wohlbefinden der Crew nach einer durchwachten Nacht oder einer ungeplanten 2-Grad warmen Salzwasserdusche. Da die Frischwasseraufnahme begrenzt ist, wurde eine Meereswasser-Entsalzungsanlage installiert. Das Heizungssystem ist auf Tag- und Nachtbeheizung eingerichtet, so dass alle Räume des Schiffes beheizt werden können. Wichtig ist auch der Trockenraum für die Segelkleidung und Stiefel. Den extremen Witterungsverhältnissen angepasste Segelkleidung wird von uns gestellt. Eine komplette Tauchausrüstung ist ebenfalls an Bord.

 

Die Yacht hat hervorragende Stabilitätseigenschaften und ist mit allen Sicherheitsvorkehrungen ausgerüstet, Hydraulik und Elektronik sind äußerst gut durchdacht und beruhen auf dem Prinzip: Verlässlichkeit geht über Luxus. Sie verfügt über einen besonders leistungskräftigen Motor, zur Kommunikation gehört ein SSB Radio für Amateurfunk und Schifffahrtsfrequenzen. Inmarsat-C, sowie Iridium Telefon sorgen dafür, dass das Schiff jederzeit erreichbar ist. Kurze E-mail Nachrichten können über Kurzwellen Radio (Winlink) gesendet und empfangen werden. Das Boot entspricht den Umweltauflagen des Antarktis-Vertrages von 1991.


Unser Skipper ist Holländer, geboren 1962, er spricht fließend deutsch, holländisch, friesisch, englisch, portugiesisch und spanisch. Mit 12 Jahren begann er zu segeln und schaut jetzt auf mehr als 30 Jahre Segelerfahrung zurück. Während seiner 2 jährigen Weltumsegelung entschied er sich dazu, die Segelei zu seiner Lebensgrundlage zu machen. Die Schönheit der unberührten Natur des südlichen Teils der Erdkugel, machte ihm die Entscheidung einfach. Die folgenden Länder hat er unter Segeln bereist: England, Portugal, Marokko, Madeira, Kanarischen Inseln, Azoren, Kap Verde, Senegal, Guinnee Bissau, St. Helena, Sued-Afrika, Brasilien, Uruguay, Argentinien, Chile, Antarktis.

Törnroute

1. Tag USHUAIA (54°56'S / 68°06'W)
Wunderbare Aussicht während des Anfluges über den Beagel Kanal und die Gletscher - erstes Treffen der Mitsegler am Steg - Überbringen mit dem Schlauchboot von Crew und Gepäck - Ausklarieren von Boot und Crew - Segeln im Beagle Kanal, wir passieren die Seelöwen Insel, Kormorane, Leuchtturm

2.Tag HARBERTON
Nach einer ruhigen Nacht vor Anker besuchen wir das Bauernhaus des berühmten Pastors Lucas Bridges (Autor eines Wörterbuches der Sprache der Feuerland Indianer) und haben die Möglichkeit zum Besuch von Nathalie Goodalls Delfinmuseum

3. Tag SEGELN OSTWÄRST IM BEAGLE KANAL BEVOR WIR RICHTUNG SÜDEN EINSCHLAGEN, BAHIA NASSAU QUEREN
Wir passieren Puerto Toro, das südlichste Dorf der Welt - 50 Einwohner - ist das Wetter gut passieren wir Bahia Nassau, Kap Hoorn und segeln weiter in die berühmte Darke Passage

4.-7. Tag DRAKE PASSAGE
Albatrosse und Kapsturmvögel begleiten uns - wir beobachten das Wetter und überprüfen die Prognosen mehrmals am Tag - wir halten Kontakt mit anderen Yachten und Wetterstationen in der Antarktis - In der Antarktischen Konvergenzzone sinkt die Wassertemperatur von 5° Celsius auf 1° C, grünliches Polarwasser mit viel Leben und mysteriöser Nebel hüllen uns ein - wer sichtet den ersten Eisberg? - Ausschau nach "growlers" und Eisbergen halten uns wach

8.-9.Tag HANNAH POINT (62°39?S/60°37?W)
Geschafft ? Erleichtert lassen wir den Anker zu Wasser - die Kabinen werden gelüftet - das Schlauchboot ausgepackt und zum ersten Landgang vorbereitet - Hannah Point liegt an der südlichen Seite der Livingston Insel - hat Kiesstrände und sandige Abhänge, perfekt um Fauna und Flora zu besuchen - nistende Pinguine, Seeelefanten, Kormorane, Riesensturmvögel, Möwen - Beim Erklimmen der Krete hat man einen wunderbaren Ausblick auf die "Deception" Insel - mit etwas Glück sieht man Wale blasen und skurrile Eisberge vorbeitreiben

10. Tag DECEPTION INSEL
Spektakuläre Einfahrt in den Krater der Deception Insel - Spaziergänge am Strand von Pendulum Cove - Walfang-Bucht - Wenn Wetter und Gezeiten es erlauben, nehmen wir ein Bad in den dampfenden Quellen am Strand der Bucht - Eine Wanderung nach Baileys Head und der Besuch der größten Kehlstreifen Kolonie der Antarktischen Peninsula sind möglich

11. Tag Kap HERSCHEL (64°10S / 61°04 W)
Segeln durch Bransfield Strait - Blick in in die Cierva Cove, mit beeindruckenden Eisbergen an der Südseite von Kap Herschel

12. Tag PARADISE BAY (64°55S / 63°00W)
Große Chance Wale zu sehen - Mink- und Buckelwale kommen oft nah ans Boot heran - eventuell Besuch der Chilenischen Station Videla - Champagner gefärbte Eselspinguine ( Farbmutation), Kormoran-Kolonien, Schlauchboot-Ausflüge, unglaubliche Landschaften.
Wer entdeckt beim Verlassen der Paradies Bucht den ersten Seeleoparden, der sich auf einer Eisscholle sonnt?

13.Tag PETERMAN INSEL (65°10S / 64°05W)
Lemaire Kanal, auch als Kodak Kanal bekannt, enger Kanal mit bis zu 1000 Meter hohen Felswänden, oft fahren sich riesige Eisberge darin fest.
Petermann Insel, Circumcision Bucht - nistende Pinguine und Kormorane und eine Schutzhütte für wissenschaftliche Zwecke - südlich der Petermann Insel befindet sich ein Insel- und Eisberg-Irrgarten - Kayak und Schlauchboot Touren sind möglich

14-15. Tag BASE VERNADSKY (65°15S / 64°15W)
Die Zufahrt zu Vernadsky ist immer abenteuerlich, Eisschollen, die Überreste und Zeugen des Antarktischen Winters, vorsichtiges Suchen nach offenem Wasser für eine Passage, beeindruckende Gletscherwände, atemberaubende Berggipfel
Vernadsky ukrainische Basis mit 15 Mann Besatzung im Sommer, 10 im Winter - ehemalige englische Station Faraday (Faraday entdeckte mit Ihrem Messgerät Daphne das Ozonloch. Daphne ist noch in Gebrauch und sammelt Daten, welche zur Auswertung nach Cambridge geschickt werden). Die Station wird zweimal pro Jahr mit Proviant versorgt.
Möglichkeit zur Besichtigung von Eishöhlen, Bergbesteigung von Mount Demaria, Festland ( von Kap Tuxen aus)

16.-17. Tag PORT LOCKROY (64°55S / 63°30W)
Wir segeln nördlich zu einem der hübschesten Ankerplätze in der Antarktis, es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dort eine andere Yacht oder ein Kreuzfahrtschiff anzutreffen. Wir haben eine wunderbare Aussicht auf die Berggipfel der Fife Bergkette
Besuch von Port Lockroy ( gegründet in 1944, geschlossen 1962, restauriert in 1996), historischer Ort, Museum unter der "Antarctic Treaty", das einzige Postbüro in der Antarktis, auf der Goudier Insel gibt es eine Bootshütte zu besichtigen, nistende Eselspinguine, die sich nicht an die 10 Meter Mindestabstandregel halten, sie haben ihre Nester und Eier auf den Fußwegen und auf den Türmatten zum Eingang der Post
Besuch von Jougla Point mit Eselspinguinen, Königskormoranen, Kelpmöwen, Antarktischen Schwalben, Raubmöwen, Weddel-Robben und ein klomplettes Walskelett ( nachgebaut)

18. Tag PALMER STATION (64°45S / 64°00'W)
Mit etwas Glück erhalten wir die Erlaubnis die amerikanische Station zu besuchen, sie unterscheidet sich von Lockroy oder Vernadsky, es ist eine biologische Forschungsstation  mit Krilltanks und Aquarium sowie  der  Möglichkeit zum Austausch mit Wissenschaftlern und Stationsarbeitern

19. Tag ARTHUR HARBOUR OLD PALMER (64°45S / 64°06'W)
Land Besuch Mose - Riesensturmvögel, wunderbare Aussicht auf Gletscher, Seeelefanten und der Besuch einer kontrollierten Adelie-Kolonie (nur mit Erlaubnis von Palmer möglich)

20. Tag NEKO HARBOUR (64°50S / 62°33'W)
In Advord Bay - ein Wal-Fabrikschiff mit diesem Namen arbeitete in diesem Gebiet 1911-1924 und ankerte oft in dieser geschützten Bucht mit Kiesstränden. Die Gletscher im Neko Hafen weisen viele Spalten auf und kalben regelmäßig ins Meer, spektakulär - Eselspinguine, Kelpmoewen, und nistende Raubmöwen, Mose, Argentinische Schutzhütte

21. Tag CUVERVILLE ISLAND (64°41S / 62°38'W)
Insel nördlich des Errera Kanals, sie ist domähnlich mit steilen Wänden, zweidrittel davon unter einer ewigen Eiskappe - nistende Eselspinguine, Kelpmoewen, Antarktische Schwalben, Scheideschnäbel, Koenigskormorane, Wilson Sturmvögel, Raubmöwen, Sturmmöwen, Sturmschwalben - atemberaubender Ankerplatz, seicht, mit vielen gestrandeten Eisbergen - atemberaubender Ausblick in den Errera Kanal und nördlich in die Gerlach Straße - Spaziergänge - Auffüllen des Wassertanks - letzte Kayakausflüge - einer der letzten Sonnenuntergänge in der Antarktis

22. Tag GERLACH STASSE / GAMMA ISLAND (64°20S / 63°00W)
Hier werden wir regelmäßig von Buckelwalen besucht, sie sind neugierig und oft verweilen sie über 30 Minuten bei uns, wir stoppen das Boot und lassen die Wale darum herum spielen, sie  beobachten das Boot, tauchen darunter hinweg, duschen die Kameraausrüstungen mit ihrem Fischatem. Wale beobachten und singen zu hören ist einmalig, sie essen, springen und schwimmen zu sehen unvergesslich. Wir segeln zur Melchior Insel, wo wir bei der Gamma Insel vor Anker gehen - letzte Möglichkeit eines Schlauchbootausfluges, Vorbereitung auf die Drake Passage, Wassertank aufgefüllen, das Schlauchboot verpacken, die Sturmsegel vorbereiten, das Leesegel einhängen - Wir sind zur Überfahrt bereit.

23.-27. Tag DRAKE PASSAGE
Die Passage ist uns bereits bekannt, Seevögel begleiten uns und wir steuern Kap Hooen an - wunderbar die Felswände auftauchen zu sehen, die Büsche und die Pflanzen riechen zu können, beeindruckende Brandung bricht sich an den Felsen. Kein Wunder, dass so viele Mythen über das Kap geschrieben worden sind. Müde jedoch glücklich segeln wir weiter nördlich dem Beagel Kanal zu

28. Tag USHUAIA (54°56'S / 68°06'W)
Westlich von Ushuaia begrüßen uns Delfine, die letzten Meilen durch den Kanal - die Boje erwartet uns bereits, Seesäcke werden gepackt,  Einklarieren und Abschied nehmen.

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