Kreuzfahrten Segeln
Ponant Silversea Sea Cloud Cruises Star Clippers Running on Waves Alle Kreuzfahrt-Reisen →
Sea Cloud Cruises Sea Cloud II Sea Cloud Spirit
Alle Segelkreuzfahrten →
Chronos Kairos Rhea Le Ponant Running on Waves Alle Yachtreisen →
Antigua Artemis Atlantis Eye of the Wind Meander Oosterschelde Sir Robert Baden Powell Stad Amsterdam Alle Tallship-Reisen →
Alle Katamaran-Reisen →
Running on Waves Running on Waves
Segelyachten Lilli
Sailing Classics Kairos Chronos Rhea
Regionen Kontakt
+49 33203 699 111 sales@ivent-sailing.com

Mo–Fr 9–19 · Sa/So 11–17

Beratungstermin buchen

Ponant, Silversea und Paul Gauguin im Vergleich: Welche Flotte passt zu Ihnen?

Wer eine Luxus-Kreuzfahrt jenseits der großen Mainstream-Schiffe sucht, landet schnell bei zwei Namen: Ponant und Silversea. Beide gelten als Synonyme für Premium-Kreuzfahrten in kleinem Format. Doch wer sie als Synonyme behandelt, übersieht das Wesentliche. Die beiden Flotten sind unterschiedlicher, als ihr gemeinsamer Marktauftritt vermuten lässt – in Schiffsklassen, Reisestil, Bordkultur und Reisezielen.

Wir bei ivent-sailing arbeiten seit Jahren mit beiden Flotten und kennen die Schiffe aus eigener Anschauung. In diesem Vergleich finden Sie keine Marketing-Versprechen, sondern die Unterschiede, die in der Beratung tatsächlich den Ausschlag geben – inklusive eines Schiffs, das in vielen Vergleichen fehlt und doch eine eigene Klasse bildet: der Paul Gauguin, ein Spezialist für Französisch-Polynesien, der ebenfalls zur Ponant-Familie gehört.

Dieser Premium-Kreuzfahrt all-inclusive im Vergleich zeigt Ihnen die Unterschiede der Luxus-Kreuzfahrt-Reedereien 2026 in den Dimensionen, die für die Entscheidung wirklich zählen: Schiffsklassen, Bordkultur, Sprachen, Inklusivleistungen, Kabinen-Standards und Sondererlebnisse wie S.A.L.T. bei Silversea und Smithsonian Journeys bei Ponant. Ein direkter direkter Silversea Expedition vs Ponant Expedition Abgleich findet sich weiter unten.

Ponant vs. Silversea auf einen Blick

Merkmal Ponant Silversea
Gegründet 1988 in Marseille 1994 in Monaco
Eigentümer (Stand 2026) Artémis-Gruppe (Pinault) Royal Caribbean Group
Flottengröße 13 Schiffe 12 Schiffe
Gäste pro Schiff 32 bis 332 100 bis 728
Bordsprache Französisch und Englisch Englisch (Deutsch bei vielen Reisen)
Schiffstypen Segelyacht, Boutique, Explorer, Eisbrecher, Südsee Classic, Modern, Nova, Expedition
Stärken Expedition, französische Lebensart, kleine Schiffe All-inclusive, Suiten-Komfort, weltweites Routennetz
Sprachliche Atmosphäre kosmopolitisch französisch internationale Eleganz

Welche Flotte passt zu Ihnen? Wir nennen Ihnen tagesaktuelle Termine und Verfügbarkeiten – kostenlose Erstberatung in 30 Minuten.

Beratungstermin buchen

Ponant: Mehr als nur Expedition

Le Commandant Charcot von Ponant - Sonnenuntergang im polaren Eis
Le Commandant Charcot – Sonnenuntergang über dem Eis von Ponants Luxus-Eisbrecher

Ponant wird im Premium-Segment oft mit Expedition gleichgesetzt. Das greift zu kurz. Die französische Flotte führt vier sehr unterschiedliche Schiffstypen, die fast die gesamte Bandbreite hochwertiger Kreuzfahrt abdecken – von der intimen Segelyacht über klassische Boutique-Kreuzfahrtschiffe bis zum schwersten zivilen Eisbrecher der Welt. Dazu kommt mit der Paul Gauguin ein Südsee-Spezialist, der in keine der vier Klassen passt und einen eigenen Abschnitt verdient.

Die vier Schiffsklassen der Ponant-Flotte

1. Le Ponant – die Segelyacht. Das Gründungsschiff der Flotte aus dem Jahr 1991, 88 Meter lang, 32 Gäste in 16 Suiten, vollständig 2022 renoviert. Drei Masten, weiße Segel, Wasserlinien-Suiten mit privaten Balkonen direkt über dem Mittelmeer. Mehr private Yacht als Kreuzfahrtschiff, mit eigenem Beach Club und einer Crew-Gast-Quote, die Privatcharakter erzeugt. Reviere: Mittelmeer im Sommer, Karibik im Winter, gelegentlich Indischer Ozean.

2. Le Boréal, L’Austral, Le Soléal, Le Lyrial – die Boutique-Schwestern. Vier baugleiche Boutique-Kreuzfahrtschiffe der Jahrgänge 2010 bis 2015 mit jeweils 132 Suiten und 264 Gästen. Sie bilden das Herz der klassischen Ponant-Flotte und fahren Routen, auf denen Expedition gar nicht das Thema ist: Mittelmeer-Klassiker, Norwegen, Britische Inseln, Karibik, Transatlantik. Architektur und Innenausstattung stammen von Jean-Philippe Nuel – dezent, hell, mit Marmor, Walnussholz und einer Zurückhaltung, die viele Gäste als angenehm französisch beschreiben.

3. Le Lapérouse, Le Champlain, Le Bougainville, Le Dumont-d’Urville, Le Bellot, Le Jacques-Cartier – die Explorer-Klasse. Sechs identische Schwesterschiffe der Jahrgänge 2018 bis 2021, jeweils 92 Suiten und 184 Gäste, mit Eisklasse 1C ausgestattet. Diese Schiffe sind das, was Ponant heute prägt: kompakt genug für entlegene Buchten, hochseetauglich für Atlantik-Überquerungen, ausgestattet mit Zodiac-Marina und dem Blue Eye – einem Unterwassersalon, der über Hydrofone das Meer hörbar macht und über Bullaugen sichtbar. Sie fahren von Spitzbergen über Westafrika und die Marquesas bis in die Antarktis.

4. Le Commandant Charcot – der Eisbrecher. Stapellauf 2021, 149,9 Meter lang, 245 Gäste in 123 Kabinen (alle mit Balkon), Crew 215, Eisklasse PC2, Dual-Fuel-Hybrid-Antrieb (LNG + Diesel + Batterien). Klassifikation Bureau Veritas, gebaut bei Vard Søviknes in Norwegen. Der weltweit erste Luxus-Eisbrecher in dieser Klasse. Erreicht den geographischen Nordpol, die Ross-See, das antarktische Wedell-Meer – Ziele, die selbst klassische Expeditionsschiffe nicht erreichen. An Bord: zwei Restaurants in Zusammenarbeit mit Alain Ducasse, beheiztes Außenpool, Snow-Room. Wer Polargebiete kennen will, wo kein Tourismus stattfindet, fährt mit diesem Schiff.

Le Commandant Charcot: die kommenden Reisen mit dem Luxus-Eisbrecher – Nordpol, Ross-See, Wedell-Meer – mit Terminen, Routen und Preisen.

Charcot-Termine ansehen

Französische Lebensart als Markenkern

Was alle Ponant-Schiffe verbindet, ist eine kulturelle Klammer: französische Küche, Service mit europäischer Note, Wein- und Käseauswahl auf einem Niveau, das auf amerikanisch geprägten Schiffen selten erreicht wird. Die Bordsprache ist französisch und englisch; ein Teil des Personals spricht Deutsch, das ivent-sailing für deutschsprachige Gäste bei vielen Reisen organisiert.

Inklusivleistungen bei Ponant umfassen offene Bars mit ausgewählten Spirituosen und Weinen, alle Restaurants, WLAN, Trinkgelder und Hafensteuer. Premium-Spirituosen und besondere Jahrgangsweine sind nicht inklusive – ein bewusster Schritt, der die preisliche Einstiegsschwelle niedriger hält als bei Silversea.

Smithsonian Journeys: Akademische Tiefe auf ausgewählten Ponant-Reisen

Ein wesentliches Differenzierungs-Merkmal der Ponant-Flotte ist die Partnerschaft mit den Smithsonian Journeys, dem Reiseprogramm der Smithsonian Institution in Washington. Auf ausgewählten Reisen – primär auf den Schwesterschiffen L’Austral und Le Boréal sowie auf der Explorer-Klasse (Le Bellot, Le Champlain, Le Dumont-d’Urville, Le Jacques-Cartier) – sind Smithsonian Study Leaders an Bord, aktive Wissenschaftler aus dem Smithsonian-Netzwerk: Historiker, Astrophysiker, Kunsthistoriker, Anthropologen oder Naturwissenschaftler, je nach Reisethema und Zielregion.

Was diese Reisen von einer klassischen Vortragsreihe an Bord unterscheidet, ist die Tiefe und Authentizität: Es sind keine generischen Bord-Entertainer, sondern Fachexperten, die im Rahmen ihrer Smithsonian-Zugehörigkeit an Bord kommen und drei bis fünf Vorträge pro Woche halten, Landausflüge begleiten und für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. Themen reichen von der Antarktis (mit L’Austral oder Le Boréal) über den Sankt-Lorenz-Strom (Le Bellot) und Madagaskar mit den Seychellen (Le Dumont-d’Urville) bis zu Indonesien (Le Jacques-Cartier) und den Hanse-Städten der Ostsee (Le Champlain).

Ein wichtiger Hinweis: Das Smithsonian-Programm ist englischsprachig. Wer eine deutsche Reiseleitung wünscht, kombiniert mit uns eine Smithsonian-Reise mit zusätzlicher deutschsprachiger Begleitung – wir prüfen das für Ihren konkreten Wunschtermin.

Smithsonian-Reisen mit Ponant: die aktuellen Termine mit Smithsonian Study Leaders an Bord – Antarktis, Sankt-Lorenz-Strom, Madagaskar, Indonesien, Ostsee und mehr.

Smithsonian-Termine erfragen

Paul Gauguin Tahiti-Kreuzfahrt: eine Klasse für sich in Polynesien

Die m/s Paul Gauguin gehört seit 2019 zur Ponant-Familie, hat aber eine eigene Identität, die sich keiner der vier oben genannten Klassen unterordnet. Ein Schiff, das ausschließlich für ein Reisegebiet gebaut wurde und dort seit 1997 ununterbrochen unterwegs ist: Französisch-Polynesien.

Mit 332 Gästen ist die Paul Gauguin größer als die Explorer-Klasse, aber kleiner als jedes Silversea-Schiff. Ihr entscheidendes Merkmal ist der geringe Tiefgang: Sie kann in flachen Lagunen ankern, die größeren Schiffen verschlossen bleiben – etwa direkt vor Bora Bora, in der inneren Lagune von Rangiroa oder in den abgelegenen Marquesas-Buchten. Eine ausfahrbare Wassersport-Plattform am Heck mit Kajaks, Stand-up-Paddles, Schnorchel-Ausrüstung und Wasserski macht das Schiff zu einem schwimmenden Stützpunkt für Aktiv-Reisen in der Südsee.

Was die Paul Gauguin wirklich einzigartig macht, ist die Crew. An Bord arbeiten Les Gauguines und Les Gauguins – polynesische Tänzerinnen, Sänger und Geschichtenerzähler, die nicht nur Unterhaltung bieten, sondern als Kulturbotschafter fungieren. Sie begleiten Landausflüge, übersetzen, vermitteln Kontakte zu Familien auf den abgelegenen Inseln. Das ist keine Show – es ist eine über Jahrzehnte gewachsene Verbindung zur Region, die sich an Bord spürbar von jeder anderen Karibik- oder Pazifik-Kreuzfahrt unterscheidet.

Für wen lohnt sich die Paul Gauguin? Für Reisende, die Tahiti, Bora Bora, die Tuamotu-Atolle oder die Marquesas wirklich erleben wollen und denen die kulturelle Tiefe wichtiger ist als die letzte Stufe des Suiten-Luxus. Wer Französisch-Polynesien mit einem Schiff bereisen möchte, das dauerhaft dort verankert ist und die regionalen Sondergenehmigungen hat – etwa für die Cook-Inseln oder besondere Marquesas-Stopps – findet im Markt kein vergleichbares Angebot.

Silversea: Suiten-Komfort weltweit

Silver Nova von Silversea
Silver Nova – das jüngste Schiff der Silversea-Flotte mit asymmetrischer Deckarchitektur

Silversea wurde 1994 als Familienunternehmen der Lefebvre-Familie in Monaco gegründet, gehört seit 2018 mehrheitlich und seit 2020 vollständig zur Royal Caribbean Group. Die Marke hat unter dem neuen Eigentümer ihre Eigenständigkeit behalten und gleichzeitig profitiert – etwa beim Zugang zu Häfen und der Investitionsbasis für neue Schiffe wie die Nova-Klasse.

Anders als Ponant fokussiert Silversea bewusst auf vollumfängliches All-inclusive: Sämtliche Spirituosen und Champagner an Bord, alle Restaurants, Butler-Service in jeder Suite, WLAN, Trinkgelder, Landausflüge bei den Expeditionsschiffen, Transfers im Heimathafen, optional Door-to-Door (mit Flügen und Hotelübernachtungen). Diese Inklusivtiefe ist im Premium-Segment kaum übertroffen und macht die Abrechnung am Reiseende erfreulich übersichtlich.

Die vier Schiffsklassen der Silversea-Flotte

1. Classic Class. Die kleineren Schiffe der Flotte mit klassischem Luxus-Charakter: Silver Cloud (1994, Refit 2017), Silver Wind (1995, Refit 2018), Silver Shadow (2000, Refit 2019) und Silver Whisper (2001, Refit 2018). Gästezahlen zwischen 240 und 388. Diese Schiffe bedienen Routen, auf denen Größe ein Nachteil wäre – Adria, kleine Mittelmeer-Inseln, exotische Asien-Routen. Silver Cloud und Silver Wind sind teilweise auch als Expedition Class konfigurierbar, weshalb sie auf den Galapagos-Inseln, im Amazonas und in den Polarregionen erlebt werden können.

2. Modern Class. Die Hauptflotte für klassische Routen: Silver Spirit (2009, Refit 2018), Silver Muse (2017), Silver Moon (2020) und Silver Dawn (2022). Zwischen 596 und 608 Gästen, alle Suiten mit Meerblick (die meisten mit Balkon), acht Restaurants pro Schiff. Auf den Schiffen der Modern Class und der Nova Class ist das S.A.L.T.-Programm zu Hause – ein Konzept, das einen eigenen Abschnitt verdient (siehe unten), weil es kulinarisch in eine Liga gehört, in der sonst kein Premium-Anbieter spielt.

S.A.L.T.: Die schwimmende Kochschule mit Routen-DNA

S.A.L.T. steht für Sea And Land Taste und ist kein klassisches Bord-Entertainment-Programm, sondern eine vollwertige Kochschule, die ihren Lehrplan an jeder Route neu aufstellt. Auf einer Adria-Reise lernen Gäste die venezianische Fischküche, auf der Asien-Route arbeiten sie mit thailändischen Currypasten und der japanischen Kunst des Schneidens, im westlichen Mittelmeer öffnet ein griechischer oder italienischer Olivenöl-Sommelier die Tür zu Pressungen, die selbst Italien-Erfahrenen unbekannt sind. Die Schiffe der Modern und Nova Class sind dafür baulich vorbereitet – S.A.L.T. ist keine Pop-up-Aktivität in einer Lounge, sondern hat eigene Räume.

Vier Elemente machen das Konzept zu einer Klasse für sich:

  • The S.A.L.T. Galley – eine eigenständige Lehrküche an Bord, ausschließlich für Kochkurse konzipiert. Hier arbeiten Gäste in kleinen Gruppen mit lokalen S.A.L.T. Ambassadors, also Köchen aus den jeweils befahrenen Regionen, die abschnittsweise an Bord mitfahren.
  • The S.A.L.T. Kitchen – ein Restaurant, dessen Karte Tag für Tag der Region folgt, die das Schiff gerade durchquert. Keine generische „internationale Küche“, sondern eine kulinarische Choreografie entlang der Route, oft mit Zutaten, die am selben Tag im nächsten Hafen eingekauft werden.
  • The S.A.L.T. Bar – mit ausschließlich regionalen Spirituosen, Weinen und Likören. Auf einer Sizilien-Etappe stehen Marsala und Amaro Averna im Mittelpunkt, in der Kapregion südafrikanische Pinotage- und Chenin-Blanc-Weine, in Mexiko Mezcal-Tastings statt Cocktail-Routine.
  • The S.A.L.T. Lab – Workshops, Tastings und Vorträge zu Themen wie Olivenöl-Verkostung, Wein-Pairing, Kaffee-Röstung, Gewürzkunde oder Fermentation – wieder routenspezifisch, also unterschiedlich auf jeder Reise.

Begleitet wird das Programm durch gemeinsame Marktbesuche mit dem Küchenchef des Schiffs, ein routenspezifisches Kochbuch, das Gäste am Ende der Reise mit nach Hause nehmen, und durch vorab versandte Material-Pakete (Rezepte, Hintergrundtexte zur Regionalküche, Glossar lokaler Zutaten). Für gastronomisch interessierte Reisende ist S.A.L.T. nach unserer Erfahrung das inhaltsstärkste Bordprogramm im gesamten Premium-Segment – eine Reise, bei der die Küche tatsächlich Teil des Reisemotivs werden kann und nicht nur Beilage zur Route. Wer eine Asien- oder Mittelmeer-Reise mit S.A.L.T. bucht, hat am Ende nicht nur Häfen gesehen, sondern eine Region kulinarisch verstanden.

3. Nova Class. Die jüngste Generation: Silver Nova (2026) und Silver Ray (2026), jeweils 728 Gäste. Asymmetrisches Deckdesign mit 270-Grad-Aussichtspunkt im Heck, Hybrid-Antrieb mit LNG, Brennstoffzelle, Akku-Backup. Das größte Schiff im Silversea-Programm, aber durch die offene Architektur weniger groß wirkend als die Gästezahl vermuten lässt. Für Gäste, die maximalen Komfort mit klassischen Routen verbinden möchten, ohne auf moderne Schiffsarchitektur zu verzichten.

4. Expedition Class. Die Silver Origin (2020) operiert ausschließlich in Galápagos – 100 Gäste, fünf Zertifizierungen für das Marineschutzgebiet, ein eigenes Expeditionsteam vor Ort. Die Silver Endeavour (2022, ehemals Crystal Endeavor) ist Silverseas Polar-Schiff für Antarktis, Arktis und Spitzbergen – 220 Gäste, Polar Class PC6, mit dem höchsten Anteil Suite-Quadratmeter pro Gast in der Klasse. Diese Schiffe konkurrieren direkt mit Ponants Explorer-Klasse, mit dem Unterschied, dass das Silversea-All-inclusive auch Landausflüge umfasst.

Persönliche Beratung zu S.A.L.T.-Reisen: Welche Route, welches Schiff und welche Jahreszeit passen zu Ihrem kulinarischen Interesse? Wir kennen die Modern- und Nova-Class-Schiffe sowie die regionalen S.A.L.T.-Schwerpunkte und beraten Sie persönlich.

Beratungstermin buchen S.A.L.T.-Schiffe ansehen

Suiten und Bordkomfort als Markenkern

Was alle Silversea-Schiffe verbindet, ist der Suiten-Standard. Die Größenrange reicht von 33 Quadratmetern in der Classic Suite bis zu über 200 Quadratmetern in der Owner’s Suite mit zwei Schlafraumn. Butler-Service ist nicht Premium-Aufpreis, sondern Standard ab der kleinsten Suite. Diese Konsequenz im Suiten-Konzept ist ein wesentlicher Unterscheidungspunkt zu Ponants Boutique-Klasse, in der das Suiten-Konzept ähnlich ist, der Butler aber nicht überall standardmäßig dabei.

Ponant vs Silversea im direkten Vergleich: wo liegt der Unterschied?

Kriterium Ponant Silversea
Schiffsgröße (typisch) 184–245 Gäste (Explorer/Eisbrecher), 264 (Boutique) 388–728 Gäste (Classic/Modern/Nova)
Inklusivleistungen Bar, alle Restaurants, WLAN, Trinkgelder Vollumfänglich All-inclusive inkl. Champagner, Butler, Landausflüge (Expedition)
Reiseregionen Schwerpunkt Polargebiete, abgelegene Inseln, Mittelmeer mit kleinen Buchten Mittelmeer-Klassiker, Karibik, Asien, Weltumsegelungen, Antarktis
Architektur und Stil französisch zurückhaltend (Jean-Philippe Nuel) italienisch elegant, opulenter Suiten-Charakter
Sprache an Bord Französisch + Englisch, teils Deutsch Englisch, viele Reisen mit Deutsch
Programm-Highlights Blue Eye, Zodiac-Marina, Französische Küche S.A.L.T., Butler, Suiten-Vielfalt
Bordkultur kosmopolitisch, intellektuell, leise international, geschäftig, gepflegt

Welche Luxus-Kreuzfahrt für welche Reise? Konkrete Empfehlungen 2026

Aus unserer Beratungspraxis: Die folgenden Konstellationen kommen am häufigsten vor, und für jede davon haben wir eine klare Empfehlung.

Antarktis-Reise mit maximalem Expeditionscharakter: Ponant Le Commandant Charcot für die Ross-See oder das Wedell-Meer; Ponant Explorer-Klasse für die Antarktische Halbinsel; Silversea Silver Endeavour als komfortbetonte Alternative mit inkludierten Landausflügen.

Galápagos: Silversea Silver Origin, ohne Konkurrenz. Sieben Tage, 100 Gäste, exklusives Naturschutzgebiet-Konzept.

Französisch-Polynesien (Tahiti, Bora Bora, Marquesas): Paul Gauguin von Ponant. Kein anderes Premium-Schiff ist dauerhaft in der Region stationiert und mit der polynesischen Kultur derart verwoben.

Mittelmeer mit kleinen Buchten und Privatcharakter: Ponant Le Ponant (Segelyacht) für die intime Variante; Ponant-Boutique-Schiffe für die etwas größere Reisegruppe; Silversea Classic Class für Routen, bei denen Komfort und Inklusivleistungen Vorrang vor Größe haben.

Karibik klassisch: Silversea Modern oder Classic Class. Ponant fährt zwar auch Karibik-Routen, ist dort aber weniger zuhause als auf entlegeneren Reviere.

Weltreise oder Grand Voyage: Silversea hat hier die größere Tradition und das ausgereiftere Programm. Mehrere Schiffe der Flotte bieten jährlich eine vollständige Weltumrundung oder lange Etappen.

Arktis und Spitzbergen: beide Flotten gleichwertig auf hohem Niveau. Ponant Explorer-Klasse mit Blue Eye-Salon und französischer Note; Silversea Silver Cloud Expedition oder Silver Endeavour mit inkludiertem Programm. Für die entlegenen Gebiete ist unsere klare Empfehlung die Le Commandant Charcot.

Asien (Japan, Indochina, Indischer Ozean): Silversea führt hier die größere Vielfalt; Ponant punktet bei Routen, die kleine Häfen und sehr selten besuchte Ziele kombinieren.

Sie schwanken zwischen mehreren Optionen? Sprechen Sie mit uns über Ihre Wünsche. Wir beraten Sie gern.

Persönliche Beratung anfragen

Was wir bei ivent-sailing besonders gerne empfehlen

Aus unserer Erfahrung gibt es ein paar Konstellationen, in denen wir mit besonderer Überzeugung beraten:

  • Kombinationsreisen Ponant + Paul Gauguin: eine Antarktis-Etappe auf der Explorer-Klasse, gefolgt von einer Südsee-Erholung auf der Paul Gauguin. Beide Schiffe gehören zur selben Familie, was die Buchung und Anschluss-Logistik vereinfacht.
  • Silversea S.A.L.T.-Reisen mit kulinarischem Fokus: wir buchen S.A.L.T.-Reisen gezielt für Gäste, die eine schwimmende Kochschule mit Routen-DNA erleben möchten – das Programm macht aus einer Mittelmeer-, Asien- oder Mexiko-Reise eine echte Bildungsreise, in der Sie die Region kulinarisch verstehen, nicht nur besichtigen.
  • Le Commandant Charcot zum geographischen Nordpol: eine der letzten echten Expeditionen im Komfort-Format. Eine Investition, die bleibt und für interessierte Reisende das Potential hat, das Erlebnis ihres Lebens zu sein.
  • Le Ponant als private Charter: die ursprüngliche Segelyacht der Flotte lässt sich mit 32 Gästen privat chartern – ideal für Familienfeiern oder kleine Firmenanlässe.

Sie suchen das Außergewöhnliche? Gern unterstützen wir Sie dabei, dass Ihre wertvolle Zeit an Bord ein ganz besonderes Erlebnis wird. Sprechen Sie uns an.

Beratungstermin buchen

Häufige Fragen zum Vergleich Ponant und Silversea

Welche Bordsprachen werden bei Ponant und Silversea gesprochen?

Bei Ponant ist die offizielle Bordsprache Französisch und Englisch zugleich – alle Durchsagen, Vorträge und Speisekarten erscheinen in beiden Sprachen, die Crew spricht überwiegend beides. Auf vielen Routen sind zusätzlich deutschsprachige Reiseleiter an Bord, vor allem auf den Smithsonian Journeys, die wir auf Wunsch gezielt für Sie auswählen. Bei Silversea ist die Bordsprache Englisch; je nach Routenmix sind deutschsprachige Mitarbeiter an der Rezeption verfügbar. Die Paul Gauguin in Polynesien fährt zweisprachig Englisch/Französisch. In allen Fällen beraten wir Sie vor Buchung, welche Reisen mit deutscher Reisebegleitung verfügbar sind.

Was kostet eine Reise mit Ponant oder Silversea?

Beide Flotten bewegen sich im Premium- bis Luxus-Segment. Eine Woche Mittelmeer auf einem Ponant Explorer-Schiff beginnt bei etwa 5.000 Euro pro Person; Silversea Modern Class startet im ähnlichen Bereich. Polarreisen mit dem Eisbrecher Le Commandant Charcot beginnen je nach Etappe bei rund 18.000 Euro pro Person. Silversea Galápagos-Reisen auf der Silver Origin beginnen bei circa 9.000 Euro für sieben Nächte inklusive Landprogramm. Wir beraten Sie zu Ihrer konkreten Reise bezüglich der Suitenkategorien und dem bestmöglichen Preis.

Gibt es deutschsprachige Reisen bei Ponant und Silversea?

Ja, beide Flotten bieten deutschsprachig begleitete Reisen an, allerdings nicht auf jedem Schiff oder jeder Route. Wir beraten Sie, welche Termine mit deutscher Reiseleitung oder einem deutschsprachigen Crew-Team an Bord sind, und vermitteln bei Bedarf deutschsprachige Landausflüge.

Welche Reederei ist besser für die erste Luxus-Kreuzfahrt?

Für Einsteiger im Premium-Segment empfehlen wir oft Silversea Modern Class auf einer Klassiker-Route (Mittelmeer, Adria, Norwegen). Die Suiten-Eindeutigkeit, das All-inclusive-Konzept und die internationale Atmosphäre machen den Einstieg unkompliziert. Ponant lohnt sich besonders, wenn Reisende bereits Erfahrung haben und die französische Note oder ein Expeditionscharakter gewünscht ist.

Welche Flotte hat die besseren Expeditionsschiffe?

Beide haben hochwertige Expeditionsschiffe. Ponants Explorer-Klasse (sechs Schiffe, 184 Gäste) hat den Vorteil einer größeren Flotten-Auswahl und damit eine breitere Routenvielfalt. Silverseas Silver Endeavour ist das größere und komfortablere Einzelschiff, mit inkludierten Landausflügen ein wesentliches Argument im All-inclusive-Vergleich. Für extreme Polarreisen (Nordpol, Ross-See) ist Ponants Le Commandant Charcot ohne direkte Konkurrenz.

Kann ich die Paul Gauguin nur in Französisch-Polynesien buchen?

Im Wesentlichen ja. Die Paul Gauguin ist seit 1997 dauerhaft in der Region stationiert und führt fast ausschließlich Reisen in der Südsee durch – Französisch-Polynesien, Cook-Inseln, gelegentlich Fidschi oder die Marquesas. Wenige Reisen pro Jahr verlegen das Schiff im Rahmen von Saisonwechseln, etwa nach Hawaii oder zur Westküste der USA. Wir informieren Sie über aktuell verfügbare Termine.

Sind Trinkgelder bei Ponant und Silversea inklusive?

Ja, bei beiden Flotten sind Trinkgelder vollständig im Reisepreis enthalten. Es ist keine zusätzliche Servicegebühr fällig. Eine zusätzliche persönliche Anerkennung bleibt selbstverständlich Ihnen überlassen. Wird jedoch nicht erwartet.

Was ist das S.A.L.T.-Programm bei Silversea?

S.A.L.T. (Sea And Land Taste) ist eine vollwertige Kochschule auf den Silversea-Schiffen der Modern und Nova Class. Sie besteht aus einer eigenständigen Lehrküche (S.A.L.T. Galley), einem Restaurant mit täglich wechselnder Karte entlang der Route (S.A.L.T. Kitchen), einer Bar mit ausschließlich regionalen Spirituosen (S.A.L.T. Bar) und einem Workshop-Bereich für Tastings und Vorträge (S.A.L.T. Lab). Lokale S.A.L.T. Ambassadors – Köche aus den jeweils befahrenen Regionen – kommen abschnittsweise an Bord. Das Programm passt seinen Lehrplan an jede Route an und gilt als das inhaltsstärkste kulinarische Bordprogramm im Premium-Segment.

Unser Fazit

Ponant und Silversea sind keine Konkurrenten, die sich ausschließen – sie sind komplementär. Wer die französische Lebensart liebt, kleine Schiffe schätzt und Expedition als Teil der Reise versteht, ist bei Ponant zu Hause. Wer All-inclusive-Komfort, vollwertige Suiten in jeder Kategorie und ein internationales Reisepublikum bevorzugt, findet bei Silversea seinen Standard. Und wer Französisch-Polynesien wirklich erleben will, kommt an der Paul Gauguin nicht vorbei – einem Schiff, das in seiner regionalen Tiefe einzigartig ist.

Bei uns erhalten Sie nicht nur Marketingversprechen. Wir bei ivent-sailing kennen alle drei Welten und beraten Sie auf Basis Ihrer Reiseziele und Vorlieben zu den ganz besonderen Erlebnissen der spezifischen Reisen sowie zu einem attraktiven Verlängerungsprogramm. Fragen Sie uns nach deutschsprachiger Begleitung oder der Anschlusslogistik bei kombinierten Reisen sowie nach den bestmöglichen aktuellen Tagespreisen. Und bei uns erhalten Sie auch Informationen zu den zu erwartenden Seebedingungen.

Sprechen Sie uns an. Let’s make your dream come true. Life is now.

Beratungstermin buchen

R+V Gütesiegel: Unsere Reisepreise sind versichert

Ihre Buchung ist abgesichert.

Alle Reisezahlungen sind nach deutschem Reiserecht über die R+V Versicherung abgesichert. Mit jeder Buchungsbestätigung erhalten Sie einen offiziellen Sicherungsschein - Ihr Reiseinvestment bleibt geschützt, auch im unwahrscheinlichen Insolvenzfall.

Nach oben scrollen
Anruf E-Mail